Coronavirus: Besondere Gefahr für Schwangere und Babys?

Aktualisiert: Juni 17

Was bedeutet der Erreger COVID-19 für Schwangere und Neugeborene? Ist eine Ansteckung mit dem Coronavirus über Muttermilch möglich?

Erkenntnisse und Empfehlungen.


Der Erreger COVID-19 breitet sich weltweit aus. Schwangere oder Eltern von Säuglingen dürften verunsichert sein. Bedeutet das Coronavirus für sie eine besondere Gefahr?

Schwangere: Für schwangere Frauen reichen die vorbeugenden Massnahmen aus, welche das Bundesamt für Gesundheit der Bevölkerung nahelegt. Gut ist, wenn die Schwangere gegen das Influenzavirus geimpft ist – so kann sie nicht gleichzeitig an beiden Infektionen erkranken. Noch ungeimpfte Schwangere können die Grippeimpfung auch jetzt noch nachholen.

Fötus: Das Coronavirus gehört zu einer Virusfamilie, bei der gemäss Experten nicht mit einer vorgeburtlichen Schädigung zu rechnen ist. Bislang geht man davon aus, dass das Virus im Mutterleib nicht auf den Fötus übertragen wird.

Geburt: Könnte das Baby bei der Geburt mit dem Coronavirus angesteckt werden? Gemäss führenden Fachorganisationen aus Deutschland, vereint im German Board and College of Obstetrics and Gynecology, gibt es derzeit keine Anhaltspunkte dafür, dass eine Schwangere nicht vaginal gebären kann oder dass ein Kaiserschnitt sicherer ist, selbst wenn eine Coronavirus-Infektion bei der Mutter vermutet oder bestätigt wurde. Ein Kaiserschnitt kann empfohlen werden, wenn die Atemwegserkrankung der Schwangeren darauf hindeutet, dass eine dringende Entbindung erforderlich ist. Auch eine PDA ist für Frauen mit Verdacht auf oder mit bestätigter Coronavirus-Infektion möglich.


Neugeborenes: Nach den bisherigen Erfahrungen ist die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf und Todesgefahr bei Säuglingen, wie auch bei Kindern und gesunden Erwachsenen sehr gering. Besteht bei der Mutter ein Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus oder hat ein Test dies bereits ergeben, wird auch das Baby auf das Virus getestet. Sollte die Mutter eine bestätigte Coronavirus-Infektion haben, kann sie nach der Geburt bei ihrem Baby bleiben, wenn dieses nicht auf der Neugeborenenstation gepflegt werden muss.

Stillen: Der Erreger wurde bislang nicht in der Muttermilch infizierter Frauen nachgewiesen. Dies bedeutet, dass ein Weiterstillen möglich ist, selbst wenn die Mutter mit COVID-19 infiziert ist oder als Kontaktperson einer infizierten Person gilt und damit selbst als Verdachtsfall eingestuft ist. Um eine Übertragung auf ihr Kind zu vermeiden, sollte sie vor dem Stillen ihre Hände gründlich waschen/desinfizieren und einen geeigneten Mundschutz tragen. Beim allfälligen Abpumpen der Muttermilch sollte sie auf intensive Handhygiene achten und die Gefässe und Pump-Sets nach jedem Gebrauch sterilisieren.

Wenn sich das Wissen über das neue Coronavirus weiterentwickelt, können die Empfehlungen angepasst werden.


Quellen: wireltern.ch, stillen-institut.com, frauenaerzte-im-netz.de. 22.03.2020

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